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Debatte Digitalisierung

Die AG hat beschlossen sich in die aktuelle Debatte um Digitalisierung und ein Grundeinkommen einzumischen. Die Debatte um ein Grundeinkommen, die wir seit Jahren kontinuierlich führen, hat in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen. Die zukünftige digitalisierte Arbeitswelt sucht Antworten auf die Frage wie diejenigen zu alimentieren sind, die keinen Arbeitsplatz mehr finden, oder einen der sich den flexiblen Arbeitsverhältnissen anpassen muss. Aktuell ist ein Grundeinkommen wohl auch für Wirtschaftsführer eine Option. Jetzt geht es um die Ausgestaltung eines Grundeinkommens. Hierzu werden wir Veranstaltungen, Tagungen, Artikel, Buchbesprechungen und Stellungnahmen veröffentlichen.

Unternehmer und Grundeinkommen - von Werner Rätz Bonn 15.03.16

Die Grundeinkommensszene in Deutschland ist sehr breit, Unternehmer sind darin nur ein kleine Zahl, auch wenn sie öffentlich stark wahrgenommen werden. Ende 2015 hat auch T. Höttges, Vorstandschef der Telekom, sich für ein bge ausgesprochen. Was steckt dahinter? Ist ein Grundeinkommen im Interesse von Großunternehmen? mehr

Buch: Digitalisierung? Grundeinkommen! Werner Rätz, Dagmar Paternoga, Jörg Reiners, Gernot Reipen (Hg.) Februar 2019

Wenn der globale, digitale Kapitalismus das bedingungslose Grundeinkommen auf seine Tagesordnung setzt, dann können die emanzipatorischen Kräfte der Grundeinkommensbewegung nicht einfach zusehen. So hatten das 150 Menschen im »Frankfurter Manifest« für ein emanzipatorisches Grundeinkommen formuliert. Das Buch geht zunächst drei Fragen nach: Wie tut der Kapitalismus das, welche Akteure handeln mit welchen Interessen und wie würde die Realisierung solcher Vorschläge ins gesellschaftliche Gefüge eingreifen? Zweitens wird gefragt, was überhaupt ein emanzipatorisches bedingungsloses Grundeinkommen wäre. Schließlich wird drittens dargestellt, was genau eigentlich als »­Digitalisierung« zu verstehen ist. Erschöpft diese sich in »Arbeit« oder »Industrie 4.0«? Sind die vielfach mit der Entwicklung immer leistungsfähigerer Rechner verbundenen Erwartungen eher Wunsch- oder Albträume? Was darf man als tatsächliche Entwicklung der nächsten Jahre annehmen? mehr

Buch: Eine andere Digitalisierung ist möglich Chancen und Risiken einer vernetzten Gesellschaft. Dagmar Paternoga / Werner Rätz / Dominik Piétron AttacBasisTexte 56 - Herbst 2019 - Leseprobe

Doch während die IT-Industrie mit steigender Geschwindigkeit technische Innovationen auf den Markt bringt, treten die Schattenseiten der digitalen Transformation immer deutlicher zutage. Die sozial-ökologische Zivilgesellschaft sieht sich zunehmend mit Techkonzernen wie Google, Amazon und AliBaba konfrontiert, die durch die Monopolisierung von Daten völlig neue Dimensionen von Macht entfalten.

Dienstleistungsplattformen wie Uber und Delive­roo erschaffen ein digitales Prekariat, Social Media verkommt zur Spielwiese für Social Bots und Hasskommentare, und die staatliche Überwachung wird jenseits des NSA-Skandals weiter ausgebaut.

Mehr denn je ist es heute nötig, einen offenen Diskurs über die Potenziale und Gefahren von digitaler Technologie zu führen. Doch wo sollen wir beginnen? mehr

Digitalisierung? Grundeinkommen! Möglichkeiten einer emanzipatorischen Gestaltung

In den letzten zwei Jahren ist Bewegung in die Grundeinkommensdebatte gekommen. Es äußerten sich auch Silicon-Valley-Unternehmer und Manager positiv über diese Idee. Ebenso plädieren einige deutsche Unternehmenschefs dafür, auch Wissenschaftler aus dem IT-Zusammenhang. Im Vordergrund stehen dabei Argumente für das Grundeinkommen, die sich aus einem prognostizierten Wegfall von Erwerbsarbeitsplätzen durch die Digitalisierung ergeben.

Wir reden aber auch ohne Digitalisierung über Grundeinkommen. Die bedingungslose Absicherung der Existenz und gesellschaftlichen Teilhabe ist ein Menschenrecht – unabhängig davon, ob Digitalisierung stattfindet oder nicht. Ein emanzipatorisches bedingungsloses Grundeinkommen ist nur eine Form dieser bedingungslosen Absicherung, bei weitem nicht die einzig mögliche.

Die fortschreitende Digitalisierung verstärkt aber die Debatte über ein solches Grundeinkommen, weil sie die Arbeitsverhältnisse neu gestaltet. Zwar ist nicht absehbar, welche technischen Potenziale wie rasch oder überhaupt umgesetzt werden, aber „Arbeit“ wird zukünftig voraussichtlich immer weniger darin bestehen, morgens ins Büro oder in die Fabrik zu gehen, dort dieselben Dinge wie am Tag zuvor zu tun und abends nach Hause zurückzukehren. Soweit Digitalisierung das Leben der Menschen leichter und selbstbestimmter macht, ist sie zu begrüßen. Wir verteidigen keineswegs die Arbeit der Menschen gegen die Maschinen. weiter

 

Öffentliche Veranstaltung: Digitalisierung, Arbeit 4.0 und Grundeinkommen Mai 2018

Podium
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (MdB, Die Grünen)
Timo Daum (Hochschullehrer Medien, Online und digitale Ökonomie)

Timo Daum wurde für sein Buch "Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie" von der Friedrich-Ebert-Stiftung als "Das politische Buch 2018" ausgezeichnet.

Frankfurter Manifest

Abschlusserklärung zur Digitalisierung Arbeit 4.0 und Grundeinkommen Frankfurt am Main 26. Mai 2018

Wolfgang Strengmann-Kuhn, Dagmar Paternoga, Timo Daum

An zwei Tagen im Mai 2018 diskutierten in Frankfurt ca. 100 Aktivisten und Interessierte der Grundeinkommensbewegung Fragen zu einer zukünftigen Arbeits- und Lebenswelt, die in wesentlichen Teilen auf Digitalisierung und künstlicher Intelligenz basieren wird. Welchen Herausforderungen haben sich die Menschen, die Gesellschaft nicht in Zukunft sondern schon jetzt zu stellen. Sicher ist es noch nicht ausgemacht welchen Umfang Digitalisierung letztendlich einnehmen wird. Sicher ist, es wird die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Die Teilnehmer sind sich einig darin: Diese Veränderungen müssen gestaltet werden, gestaltet werden von den Menschen, nicht von den Machthabern. Nach zwei Tagen intensiver Debatte wurde von allen Anwesenden folgende Erklärung einvernehmlich verabschiedet.

Erfolgreiche Veranstaltung und Arbeitstagung - es geht vorran

„Wir verteidigen nicht die Arbeit der Menschen gegen die Maschinen"

 Teilnehmer*innen der Arbeitstagung „Digitalisierung? Grundeinkommen!" positionieren sich gegen Grundeinkommensvorstellungen der „Manager des globalen digitalen Kapitalismus"

Wie müsste ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) aussehen, um in Zeiten der Digitalisierung eine emanzipatorische Wirkung zu entfalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Arbeitstagung „Digitalisierung? Grundeinkommen!" am Samstag in Frankfurt am Main. Zu der Tagung trafen sich etwa 100 hundert Aktivist*innen aus den Bewegungen für ein BGE und zur Gestaltung der Digitalisierung. Sie wollten sich dazu positionieren, dass sich in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Manager für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen hatten, darunter Schwergewichte wie Timotheus Höttges, Elon Musk oder Mark Zuckerberg.

 

Arbeitstagung - Papier verabschiedet zum Grundeinkommen

Abendveranstaltung